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Grenzen setzen als Ausdruck von Selbstliebe: Warum du lernen solltest, auf deine Bedürfnisse zu acht


Selbstliebe ist der Schlüssel zu einem erfüllten und glücklichen Leben. Doch um sich selbst zu lieben, müssen wir zuerst unsere eigenen Bedürfnisse erkennen und lernen, klare Grenzen zu setzen, damit wir uns diese Bedürfnisse auch erfüllen können. In diesem Artikel bekommst du praktische Übungen an die Hand, die dir helfen, Grenzen zu setzen, z.B. im Einklang mit deinem weiblichen Zyklus. Lerne, "Nein" zu sagen und schaffe Raum für das "Ja", das für dich wirklich zählt.


Hier eine kleine Übersicht über die Themen, die in die in diesem Artikel abgedeckt werden:


Selbstliebe lernen: Was es bedeutet und warum

es wichtig ist

Selbstliebe bedeutet, sich selbst bedingungslos anzunehmen und zu akzeptieren. Es geht darum, sich selbst genauso zu lieben, wie man ist - mit all seinen Stärken und Schwächen. Was so einfach klingt, ist für viele fast unmöglich: Sich bedingungslos zu akzeptieren und seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu respektieren.


Stattdessen versuchen wir oft, den Erwartungen anderer gerecht zu werden und uns anzupassen, um die erwünschte Anerkennung und Liebe von aussen zu erhalten. Wir lernen, wie MAN die Dinge macht, anstelle von wie wir sie machen wollen.


Selbstliebe ist entscheidend für ein erfülltes und glückliches Leben. Wenn wir uns selbst lieben und respektieren, können wir nämlich unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und danach handeln.


Leider ist Selbstliebe aber kein einfacher Prozess und daher für viele unmöglich. Wir müssen uns aktiv darum bemühen, uns selbst zu lieben und zu akzeptieren. Es erfordert Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Schwächen und Schattenseiten auseinanderzusetzen. Es erfordert auch Mut, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren und sich gegenüber anderen zu behaupten.


Grenzen setzen als Ausdruck von Selbstliebe: Warum es notwendig ist, für dich einzustehen


Grenzen zu setzen bedeutet, für sich selbst einzustehen und auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Es ist ein Ausdruck von Selbstliebe und Selbstrespekt. Denn nur wenn du dich selbst genut wertschätzt, kannst du auch anderen gegenüber klare Grenzen ziehen und dich vor Überforderung und Ausbeutung schützen.


Wenn du keine Grenzen setzt, läufst du Gefahr, dich selbst zu vernachlässigen und dich in ungesunden Situationen oder Beziehungen zu verlieren. Dies kann sich zum Beispiel auf der Arbeit oder in deinen Beziehungen zeigen. Du hast dann ständig das Gefühl, nicht genug Zeit oder Energie für dich selbst zu haben.


Wenn du aber beginnst, Grenzen zu setzen, hilft dir das dabei, dein Leben in die Hand zu nehmen und dich von äusseren Einflüssen zu befreien, die dich daran hindern, glücklich und erfüllt zu sein. Es ermöglicht dir auch, dich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig für dich ist, und deine Ressourcen auf die Dinge zu fokussieren, die dir am meisten am Herzen liegen.


Wir lernen dann auch, klare Grenzen zu setzen und uns vor Überforderung und Ausbeutung zu schützen. Und wir können uns besser abgrenzen und uns so von toxischen Beziehungen und Situationen distanzieren.


Wie du deine Bedürfnisse erkennst und Grenzen setzt


Um Grenzen zu setzen und für deine Bedürfnisse einstehen zu können, musst du zuerst einmal Klarheit über deine eigenen Bedürfnisse finden. Das klingt einfacher, als es oft ist. Denn wir sind oft so damit beschäftigt, den Erwartungen anderer gerecht zu werden, dass wir gar nicht mehr wissen, was wir selbst eigentlich brauchen und wollen.


Insbesondere für Frauen ist es eine grosse Herausforderung, denn in der Historie wurden sie darauf trainiert, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Frauen waren dafür da, die Männer zu unterstützen und für die Kinder da zu sein. In vielen gesellschaftlichen Rollen und Erwartungen wird dies auch heute noch von den Frauen erwartet.

Es ist den Frauen aber oft nicht bewusst, wie sehr sie sich an diese Verhaltensmuster gewöhnt haben und wie sehr sie sie daran hindern, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen. Zum Beispiel haben viele Frauen ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse über die der Familie oder des Partners stellen. Indem du dich aber bewusst mit dem Thema auseinandersetzt und dir erlaubst Grenzen zu setzen, kannst du solche Verhaltensmuster lösen.


Ein erster Schritt ist also, dir bewusst zu machen, dass deine eigenen Bedürfnisse genauso wichtig sind wie die Bedürfnisse anderer. Und dabei ist wichtig zu verstehen, dass es dabei nicht um Egoismus geht, sondern um Selbstfürsorge und Selbstliebe.


Frage dich also regelmässig, was du brauchst, um dich gut zu fühlen.


Das können kleine Dinge sein wie eine Pause oder ein Spaziergang in der Natur, aber auch grössere Entscheidungen wie eine berufliche Veränderung oder das Ende einer Beziehung.


Denn nur, wenn du weisst was du brauchst, kannst du auch Grenzen setzen, um dich davor zu schützen, dass andere deine Bedürfnisse übergehen oder ausnutzen. Und es bedeutet nicht, dass du hart oder unnachgiebig sein musst. Es bedeutet lediglich, dass du dir selbst erlaubst, deine Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren und deine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Eine Möglichkeit, deine Bedürfnisse und Grenzen besser kennenzulernen, ist die Praxis der Selbstreflexion. Nimm dir regelmässig Zeit, um in dich zu gehen und zu überprüfen, ob du im Einklang mit deinen Werten und Bedürfnissen lebst. Schreibe Tagebuch, meditiere oder tausche dich mit vertrauenswürdigen Personen aus. Werde dir bewusst, was du denkst und was du fühlst.


Im Einklang mit deinem weiblichen Zyklus: Wie du deine Stärken nutzen kannst, um klare Grenzen zu setzen


Selbstreflexion und Achtsamkeit sind die Schlüsselkomponenten, um im Einklang mit dem weiblichen Zyklus zu leben und dessen Stärken zu nutzen. Indem du deine Bedürfnisse während des Zyklus bewusster wahrnimmst, kannst du deine eigenen Grenzen besser erkennen und setzen.


Während der ersten Zyklushälfte, in der Follikel- und Ovulationsphase, ist dein Testosteronspiegel höher und du fühlst dich selbstbewusster und energiegeladener. Das ist die perfekte Zeit, um klare Grenzen zu setzen und für deine Bedürfnisse einzustehen. Nutze diese Phase, um dich selbst zu stärken und Selbstvertrauen aufzubauen.


In der zweiten Hälfte des Zyklus, in der Luteal- und Menstruationsphase, ist die Energie eher nach innen gerichtet. Hier kannst du deine Selbstreflexion vertiefen und dich mit deinen Bedürfnissen auseinandersetzen. Indem du dich auf dich selbst konzentrierst, kannst du auch besser einschätzen, was du brauchst und welche Grenzen du setzen möchtest.


Achte darauf, welche Aktivitäten und Projekte während welcher Zyklusphase am besten funktioniert (Dieser Blogartikel kann dir dabei helfen “Wie du deinen weiblichen Zyklus im Arbeitsalltag lebst“). Vielleicht sind bestimmte Aufgaben während der ersten Hälfte des Zyklus effektiver und in der zweiten Hälfte ist es besser, mehr Zeit für Ruhe und Erholung zu planen. Indem du deinen Körper und deine Bedürfnisse kennst und sie respektierst, kannst du dich selbst besser unterstützen und deine Stärken nutzen, um klare Grenzen zu setzen.


Lernen, “Nein” zu sagen: Warum es schwierig ist und wie du es dennoch schaffst


Für die meisten von uns ist es schwierig, “Nein” zu sagen, denn wir haben Angst davor, andere zu enttäuschen und dabei Ablehnung zu erfahren oder als egoistisch abgestempelt zu werden.


Wie schaffst du es also “Nein” zu sagen, ohne dich schuldig oder schlecht zu fühlen?


Ein erster Schritt ist, die Angst vor Ablehnung oder Kritik zu überwinden. Erinnere dich daran, dass es dein gutes Recht ist, deine Bedürfnisse und Grenzen zu schützen und dass es nicht Egoistisches oder Schlechtes daran gibt.


Es kann auch hilfreich sein, Alternativen zu “Nein” zu finden, wie zum Beispiel “Ich kann das im Moment nicht machen, aber ich könnte dir helfen, wenn du stattdessen X brauchst”. So zeigst du, dass du bereit bist zu helfen, aber auch klare Grenzen setzt.


Eine weitere Strategie ist, “Nein” als vollständigen Satz zu benutzen und nicht noch eine Entschuldigung oder Ausrede anzuhängen. So vermeidest du Missverständnisse und stehst zu deiner Entscheidung.


Übung macht den Meister, also sei nicht zu hart zu dir selbst, wenn es nicht sofort klappt. Aber je öfter du “Nein” sagst, desto einfacher wird es. Du wirst merken, wie sich deine Selbstachtung und Selbstsicherheit stärken, wenn du für dich selbst einstehst und klare Grenzen setzt.


6 Schritte, um klare Grenzen zu setzen: Übungen und Tipps


  1. Identifiziere deine Bedürfnisse

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um über deine Bedürfnisse nachzudenken. Schreibe sie auf und überlege, wie du sie erfüllen kannst. Das kann dir helfen, sie besser zu erkennen und Prioritäten zu setzen.

  1. Visualisiere Grenzen

Stelle dir vor, dass du eine Grenze um dich herum ziehst, die dich vor Überforderung und Ausbeutung schützt. Dies kann dir helfen, dich mental auf das Setzen von Grenzen vorzubereiten.

  1. Übe das “Nein” sagen

Es kann schwierig sein, “Nein” zu sagen, wenn uns jemand um etwas bittet. Übe das “Nein” sagen, indem du dich bewusst für etwas entscheidest, dass du nicht tun möchtest, und es dann klar und freundlich kommunizierst. Übe zu Beginn in der Familie und mit Freunden und informiere sie, dass du das üben möchtest. Bitte um Unterstützung.

  1. Vertraue deiner Intuition

Manchmal spüren wir intuitiv, dass eine Situation oder eine Person uns nicht gut tut. Vertraue auf dein Bauchgefühl und setze Grenzen, um dich selbst zu schützen.

  1. Reflektiere regelmässig

Nimm dir Zeit, um über deine Grenzen und Bedürfnisse nachzudenken. Reflektiere, ob du in der Lage warst, Grenzen zu setzen, und was du vielleicht anders machen könntest.

  1. Suche Unterstützung

Bitte um Hilfe bei Freunden, Familie oder bei Coaches oder Therapeuten, wenn du Schwierigkeiten hast, Grenzen zu setzen. Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten und Unterstützung anzunehmen.


Natürlich begleite auch ich dich sehr gerne auf deinem Weg zu mehr Selbstbestimmtheit und Selbstliebe. Buche jederzeit ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir, um dir aufzuzeigen, wie wir zusammenarbeiten können.


Von Herz zu Herz


Roxana







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