Die Balance zwischen femininer und maskuliner Energie

Aktualisiert: 23. Sept.



Das Weibliche und das Männliche beschäftigt unsere Gesellschaft seit eh und je. Schon immer suchten wir nach Antworten, warum Frauen und Männer so unterschiedlich sind. In diesem Artikel geht es um die feminine und maskuline Energie und warum es für beide Geschlechter wichtig ist, beiden Energien Raum zu geben.


Inhalt:


Das Gesetz der Polarität


Wir Menschen beziehungsweise unsere Welt, unterliegt der Balance von Yin und Yang. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene duale Kräfte oder Prinzipien, die sich ergänzen und nicht bekämpfen.


Beispiele für Polaritäten sind:

Tag

Nacht

warm

kalt

Licht

Schatten

eckig

rund

Wachstum

Stagnation

Und so sind auch die feminine und maskuline Energien Polaritäten, die zusammengehören und ihre grösste Wirkung entfalten, wenn sie ausgeglichen sind. Grundsätzlich kann man sagen, dass Frauen tendenziell mehr feminine Energie und Männer mehr maskuline in sich haben, das trifft aber nicht auf alle zu und ist auch gut so.


Beispiele für femininer Energie (Yin) und maskuliner Energie (Yang)

Feminine Energie

Maskuline Energie

Yin

Yang

empfangen

geben

zyklisch

linear

passiv

aktiv

Ruhe

Bewegung/ Leistung

dunkel

hell

Kälte

Wärme

prozessorientiert

zielorientiert

Chaos

Struktur

Spontanität

Disziplin

Entspannt

Angespannt

Intuition

Rationalität

kreativ

kognitiv

Feminine und maskuline Energie in unserer Gesellschaft


In unserer Gesellschaft dominiert aktuell die maskuline Energie. Das Streben nach Macht und Einfluss ist stark vertreten. Es wird auf alles Mögliche Einfluss genommen und Ziele stehen im Fokus. In der Arbeitswelt sind Zielstrebigkeit, Rationalität und Strukturiertheit eher Attribute, während die Gegenpole Prozessorientierung, Intuition und Chaos oft als Schwächen verstanden werden oder je nach Betrieb überhaupt nicht akzeptiert sind. Viele der femininen Kräfte werden in unserer Gesellschaft als negativ wahrgenommen.


Und so ist es auch mit der urweiblichsten Energie überhaupt: dem weiblichen Zyklus. Viele Frauen akzeptieren und leben ihren Zyklus nicht, weil dieser zu unberechenbar ist. In unserer linearen Welt hat diese Unregelmässigkeit keinen Platz. Stattdessen haben wir Frauen die Erwartung an uns selbst jeden Tag gleich zu sein und gleich viel zu leisten. Und dies, obwohl es rein aufgrund der körperlichen Abläufe (Hormone) nicht möglich ist. Wir verlieren dadurch die Stärke unserer Weiblichkeit.


Die Schlechterstellung der femininen Energien hat ihren Ursprung im Beginn des Patriarchats, welches vor ca. 10'000 Jahren begann bzw. zum Ende des Nomadentums. Denn da haben sich Frau und Mann für die Arbeitsteilung entschieden. Sie entschieden zusammen, dass sich die Frau mehr um Haushalt und Kinder kümmern sollte und der Mann um Nahrung und Sicherheit. Mit der Einführung des Geldes hat der Wert der Arbeit der Frau immer mehr abgenommen und so auch der Wert der weiblichen Energien. Mit den Folgen haben wir bis heute zu kämpfen. In den letzten Jahren hat sich in Bezug auf Gleichberechtigung zwar einiges getan, doch wir haben einen hohen Preis dafür bezahlt. Denn um in dieser männlich geprägten Welt mitzukommen, haben wir Frauen uns immer mehr makuline Energien angeeignet und unsere feminine Energie unterdrückt. Dies war auch notwendig, um in dieser männerdominierten Welt die Gleichberechtigung überhaupt zu erlangen.


Warum die Balance zwischen femininer und maskuliner Energie so wichtig ist, unabhängig vom Geschlecht


Feminine und maskuline Energien ergänzen sich: Wenn du dir keine Ruhe gönnst, wirst du auch keine Kraft haben, dich zu bewegen. Wenn alle nur empfangen, dann gibt niemand. Von wem wollen wir dann empfangen? Wenn 24h lang die Sonne scheinen würde, würde unsere Erde austrocknen und wenn es nur Nacht wäre, gebe es kein Leben. Du siehst also, beide Energien brauchen sich und müssen im Ausgleich sein.


Genauso verhält es sich mit den Energien in uns drin. Wir, egal ob Frau oder Mann, müssen schauen, dass unsere weiblichen und männlichen Energien gleichmässig aktiv sind, damit wir gesund bleiben und ein schönes Leben voller Leichtigkeit und Freude leben können.


Was du tun kannst, um mehr in deine feminine Energie zu kommen


  1. Empfangen: Gewöhne dir an, was dir gegeben wird, freudvoll zu empfangen, anzunehmen und wertzuschätzen. Das können z.B. Komplimente sein.

  2. Gehe in Verbindung mit deinem inneren Kind. Erinnere dich daran, was du als Kind am liebsten gemacht hast und überlege dir, wie du diese Leidenschaft in deinem Alltag einbringen kannst.

  3. Setze dich mit deinem weiblichen Zyklus, oder falls du ein Mann bist mit dem weiblichen Zyklus der Frauen in deinem Umfeld, auseinander. Entdecke die Kraft darin. Ich biete dafür regelmässig den Kurs "Cycle up! - die verborgenen Kräfte deines weiblichen Zyklus" an.

  4. Finde Wege um dir Ruhe und somit Raum für Kreativität zu gönnen, z.B. durch ein morgendliches journaling oder meditieren.

  5. Stärke deine Intuition und vertraue ihr. Eine gute Übung dafür ist z.B. spazieren zu gehen ohne Ziel und einfach bei jeder Kreuzung intuitiv zu entscheiden wo es dich hinzieht.

  6. Gehe liebevoll mit dir selbst um und akzeptiere dich so wie du bist.

  7. Gehe in tiefe Verbindung mit anderen Menschen.

Eine gute Möglichkeit, um unter Frauen wieder in diese Verbindung zu kommen, sind Women's Circles. Informiere dich in deiner Region oder nimm an einem meiner Bloom up! - Women's Circles teil. Buche gerne jederzeit ein kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir:


Bei Fragen komm jederzeit gerne auf mich zu.


Von Herz zu Herz


Deine Roxana




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