Was ist eigentlich Endometriose?

Aktualisiert: 16. Juni


Das Tabuthema Endometriose hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen. Immer mehr Personen kennen den Begriff, doch die wenigsten wissen was genau dahinter steckt. In diesem Artikel gehe ich auf folgende Themen ein:



Was ist Endometriose?


Bei Endometriose befinden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter. Das kann z.B. an den Eierstöcken, im Bauchraum oder im Darm sein. Es gibt sogar Frauen, bei welchen die Zellen bis in die Lungen wandern. Letzteres ist aber selten der Fall.


Diese Zellen machen den gleichen Zyklus durch wie die Schleimhaut in der Gebärmutter und man nennt sie Endometrioseherde. Wenn die Menstruation einsetzt, bauen sie sich, wie die Gebärmutterschleimhaut ab, doch das Blut kann nicht abfliessen. Dies führt dazu, dass Entzündungen, Vernarbungen und Blutungen in der Bauchhöhle entstehen. Was wiederum zu sehr starken Schmerzen während des ganzen Zyklus führen kann.


Warum bekommt man Endometriose?


Die Ursachen der Endometriose sind leider nicht vollständig geklärt. Es gibt aber verschiedene Theorien. Hier die verbreitetsten:

  • Zellen der Gebärmutterschleimhaut gelangen über die Eileiter in den Bauchraum und siedeln sich dort an.

  • Das Zusammenspiel der Hormone ist gestört. Oft geht Endometriose mit einer Östrogendominanz einher.

  • Gestörtes Immunsystem - denn eigentlich sorgt die körpereigene Abwehr dafür, dass alle Zellen da bleiben, wo sie hingehören.

  • Genetische Vererbung


Wie merkt man, dass man Endometriose hat?


Zu den meist verbreiteten Symptomen gehören ausserordentlich starke Menstruationsbeschwerden. Da uns vermittelt wird, dass Menstruationsschmerzen normal sind, werden diese oft nicht hinterfragt und die Endometriose wird erst bemerkt, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Durchschnittlich dauert es 6 Jahre, bis man Endometriose diagnostiziert bekommt, weil die starken Schmerzen oft nicht ernst genommen werden.

Weitere Symptome:

  • Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte

  • Schmerzen beim Sex

  • Blähungen, Durchfall und Verstopfungen

  • Erbrechen

  • Blutungen aus Blase oder Darm

Die Endometriose-Symptome sind sehr individuell. Manche Frauen haben gar keine Symptome und bemerken es gar nicht oder eben wie vorhin bereits geschrieben, erst wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt.


Wie kann man Endometriose behandeln?


Da die Ursache nicht final geklärt ist, gibt es leider keine gezielte Therapie, die die Krankheit heilen kann. Die Schulmedizin arbeitet heute mit folgenden Behandlungsmöglichkeiten:

  • Operation → Die Endometrioseherde werden laparoskopisch entfernt

  • Hormonelle Behandlung, die die Monatsblutung dämpft oder komplett unterdrückt

Viele Endometriose-Patientinnen machen auch gute Erfahrungen mit alternativmedizinischen Behandlungen wie Akupunktur, Ernährungsumstellung, Naturheilkunde etc.


Was ist der seelische/energetische Hintergrund von Endometriose


Wenn man davon ausgeht, dass Krankheiten auch einen seelischen Hintergrund haben, dann kann man bei der Endometriose dem Bild über das eigene Frau-Sein folgen. Da die Krankheit dem Sakral-Chakra zugeordnet ist können folgende Themen hinterfragt und reflektiert werden:

  • Kreativität

  • Liebe zum eigenen Körper, Sexualität & Sinnlichkeit

  • Verspieltheit & Abenteuergeist

  • Hingabe & Verwundbarkeit

  • Mut zur Lücke

  • Im Fluss der eigenen Gefühle sein

  • Balance zwischen Loslassen und Steuern

  • Grenzen setzen und aus Liebe zu sich selbst Nein sagen


Meine persönlichen Tipps


Heute habe ich 10 Jahre Erfahrung mit der Krankheit, bin so gut wie beschwerdefrei und nehme keine Medikamente. Da die Krankheit sehr individuell ist, mögen meine Massnahmen für andere keine Veränderung herbei führen. Wichtig ist, seinen eigenen Weg zu gehen und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Dies immer in Absprache mit einem Arzt des Vertrauens.

  • Gesamte Kosmetik auf Naturkosmetik umstellen, da in der herkömmlichen Kosmetik Parabene enthalten sind, die ähnlich wie Östrogen wirken.

  • Möglichst keinen industriellen Zucker

  • Darmsanierung

  • wenig bis gar keine Milchprodukte und Gluten

  • tägliche Einnahme von Kurkuma (hochwertig und bio - nicht das Gewürz vom Supermarkt). Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend.

  • Akupunktur & Bauchmassage

  • Mit dem weiblichen Zyklus intensiv auseinandersetzen und danach leben (Dazu habe ich ein eigenes Onlineprogramm entwickelt - hier erfährst du mehr dazu.

Bei Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung. Du kannst mich gerne unter info@roxana-roelli.ch kontaktieren.


Von Herz zu Herz


Deine Roxana


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